Was ist eine digitale Poststelle?
In vielen Unternehmen kommt wichtige Korrespondenz weiterhin als Briefpost an. Gleichzeitig arbeiten Teams verteilt, Prozesse sind zeitkritisch und Informationen müssen schnell verfügbar sein. Eine digitale Poststelle löst genau dieses Spannungsfeld.

Papier ist zäh: Rechnungen, Verträge, Behördenpost oder Kundenkorrespondenz kommen vielerorts noch immer physisch an – zusätzlich zu E-Mails und Portalen. Gleichzeitig arbeiten Teams hybrid und dezentral. Genau hier setzt die digitale Poststelle (auch „digitaler Posteingang“ oder „Digital Mailroom“) an: Sie macht eingehende Post sofort digital nutzbar, verteilt sie automatisiert an die richtigen Personen/Prozesse und sorgt dafür, dass Informationen sicher, nachvollziehbar und auffindbar bleiben.
Definition
Eine digitale Poststelle ist ein organisatorischer und technischer Aufbau, der physische und digitale Eingangspost zentral erfasst, in strukturierte Daten und digitale Dokumente umwandelt und diese regelbasiert in Workflows, Fachanwendungen oder Archive überführt.
Warum Unternehmen ihren Posteingang digitalisieren
Papierbasierte Poststellen haben typische Bremsklötze: Liegezeiten, manuelle Verteilung, Medienbrüche, fehlende Transparenz. Digitale Poststellen setzen hier an und zielen auf drei Effekte:
- Geschwindigkeit: Dokumente werden schneller verfügbar und Prozesse starten früher.
- Sicherheit und Compliance: Kontrollierter Zugriff, klare Regeln, nachvollziehbare Bearbeitung.
- Entlastung der Teams: Weniger manuelle Sortierung, weniger Nachfragen, weniger Fehler.
Welche Vorteile bringt eine digitale Poststelle?
Schnellere Durchlaufzeiten
Statt lange in der Hauspost zu liegen, wandern Dokumente nach der Erfassung direkt in den passenden Prozess – z. B. zur Rechnungsprüfung, Schadenbearbeitung oder Vertragsfreigabe.
Weniger Fehler und mehr Transparenz
Automatisierte Klassifizierung, Metadaten-Extraktion sowie definierte Weiterleitungsregeln reduzieren manuelle Sortierfehler und schaffen Nachvollziehbarkeit.
Sicherer Zugriff – auch remote
Rollenbasierte Berechtigungen und ein kontrollierter Zugriff unterstützen die Zusammenarbeit von Teams über Standorte hinweg und stärken die Informationssicherheit.
Kostenvorteile und Skalierbarkeit
Weniger manueller Aufwand, weniger Medienbrüche und skalierbare Services helfen, die Gesamtbetriebskosten zu senken – gerade wenn Volumina wachsen.
Bessere Steuerung durch Kennzahlen
Wenn Posteingang und Bearbeitungsschritte digital ablaufen, lassen sich KPIs und Trends über Dashboards sichtbar machen (wie Bearbeitungszeiten, Rückstände, Fehlerquoten).
5 typische Komponenten einer digitalen Poststelle
1) Capture: Scan und digitale Erfassung
Der Einstieg ist die Erfassung – je nach Set-up intern oder extern über ein Scanningcenter. Dort wird physische Post digitalisiert. Digitale Kanäle (E-Mail, Uploads) werden ebenfalls eingespeist.
2) Intelligente Dokumentenverarbeitung
Im nächsten Schritt werden die Dokumente klassifiziert (z. B. Rechnung, Vertrag, Kündigung) und Schlüsseldaten extrahiert. Häufig kommen Validierungen hinzu (Vollständigkeit, Plausibilität) und – je nach Reifegrad – KI-gestützte Anreicherung.
3) Workflow und Routing
Dann entscheidet eine Weiterleitungslogik, wohin ein Dokument gehört: an eine Person, eine Team-Mailbox oder direkt in einen Workflow (z. B. Rechnungsfreigabe). Für Ausnahmen – also Dokumente, die nicht sauber zuordenbar sind – braucht es einen geregelten Klärungsprozess.
4) Archivierung und Lifecycle-Management
Neben dem digitalen Dokument stellt sich die Frage: Was passiert mit dem Original? Typisch sind Optionen wie Rücksendung, Aufbewahrung oder sichere Vernichtung – abgestimmt auf interne Richtlinien und Compliance-Anforderungen.
5) Sicherheit, Governance und Nachweisbarkeit
Eine digitale Poststelle ist mehr als Scannen: Entscheidend sind Verschlüsselung, rollenbasierter Zugriff und eine prüfbare Nachweiskette (Chain of Custody), damit auch sensible Dokumente kontrolliert verarbeitet werden können.
Wie funktioniert Digital Mail in der Praxis?
Ein typischer End-to-End-Ablauf des digitalen Posteingangs von Iron Mountain sieht so aus: Physische Post wird zunächst an ein sicheres Scanningcenter umgeleitet und digitalisiert. Anschließend wird sie in die Iron Mountain InSight® Digital Experience Platform (DXP) aufgenommen und dort nach Dokumententyp kategorisiert. Per Regeln erfolgt dann eine Weiterleitung und bei Bedarf die manuelle Klärung von Ausnahmefällen. Zugriff und Freigaben erfolgen rollenbasiert und für die Originale gibt es definierte Aufbewahrungs- oder Vernichtungswege.
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FAQ
Ist eine digitale Poststelle dasselbe wie ein DMS?
Was passiert mit der physischen Originalpost nach dem Scannen?
Wie wird sichergestellt, dass die Dokumente beim richtigen Team landen?
Welche Dokumente eignen sich besonders für die digitale Poststelle?
Können Mitarbeitende die Post remote abrufen?
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